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Ein Kommentar zu Dortmunds Problemen mit der Ampel


Wer nicht weiß um was es geht:

Dortmunder Ampeln sollen weiblich werden: SPD und Grüne wollen in der westlichen Innenstadt die Ampelmännchen durch Ampelfrauen ersetzen. In ein paar anderen Städten gibt’s das zwar schon – aber in Dortmund soll es eine Frauenquote von 50 Prozent geben.

Zwickau machte 2004 den Anfang – jetzt soll auch Dortmund folgen: Die Fraktionen von SPD und Grünen in der Bezirksvertretung Innenstadt-West fordern Ampelfrauen statt Ampelmännchen. Wegen der Gleichberechtigung. Zur Begründung heißt es im Antrag: „Durch die Gleichstellung von Frau und Mann ist eine teilweise Umrüstung von regulären Ampelmännchen zu Ampelfrauen folgerichtig.“

Aber nicht nur deshalb: Die weibliche Version des Ampelmanns biete dank des großen Rocks auch mehr Leuchtfläche. Damit sei das Zeichen auffälliger.

Allerdings sollen nach dem Willen der beiden Fraktionen nicht alle Ampeln umgerüstet werden, sondern nur die im Bezirk Innenstadt-West, und davon auch nur die Hälfte. Sobald eine neue Ampel installiert wird oder eine „männliche“ Ampel defekt ist, soll die „weibliche“ Schablone aufgesetzt werden.

Stadtverwaltung soll Kosten und Alternativen prüfen
Die Bezirksvertretung hat am Mittwoch über einen entsprechenden „Antrag zur Realisierung von Ampelfrauen“ beraten. SPD und Grüne haben eine komfortable Mehrheit im Stadtteil-Parlament. Jetzt soll die Stadtverwaltung prüfen, ob die Idee umsetzbar ist, wie viel sie kostet — und ob es moderne Alternativen zum DDR-Motiv gibt.

Das DDR-Ampelmännchen, das es seit den 60er-Jahren gibt, wurde nach dem Mauerfall auch im Westen Kult. Davon zeugen Dutzende Ampelmännchen-Produkte – von der Wandleuchte bis zum Schlüsselanhänger. Auch einige Ampeln wurden auf die Ost-Version umgerüstet, wie am Berliner Platz in Essen .

2004 bekam das Männchen Gesellschaft von der Ampelfrau. Oder muss es Ampelfrauchen, Ampelweibchen oder Ampelmädchen heißen?Als erste Stadt richtete Zwickau einige Ampeln mit dem neuen Frauen-Symbol ein. Mit Dresden, Magdeburg und Fürstenwalde folgten weitere Städte in den neuen Bundesländern. In Erfurt gibt’s sogar Ampelmännchen mit Eishörnchen, Regenschirm oder Wanderstock.

Auch in Bremen, Köln und Kassel weisen ein paar Frauen den Weg, meist aber nur an einer Hand voll Ampeln. In Hamm gibt es sogar nur zwei Ampelfrauen . Mit einer Frauenquote von 50 Prozent läge Dortmund-West also mit Abstand vorn.

Quelle: derwesten.de

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