123

Panzerschiff „Admiral Graf Spee“

<%image(20081110-GrafSpee-2.jpg|550|323|)%>

Panzerschiff »Admiral Graf Spee«

Dokumentation über die Graf Spee

Technische Daten:
– Baubeginn: 1. Oktober 1932
– Stapellauf: 30. Juni 1934
– Indienststellung: 6. Januar 1936
– Bauwerft: Marinewerft, Wilhelmshaven
– Hauptbewaffnung: 6 x 28 cm – 8 x 15 cm – 6 x 10,5 cm – 8 x 3,7 cm, 8 x 2 cm, 2 x 4 Torpedorohre
– Baukosten: 82 Millionen Reichsmark
– Besatzungsstärke bei Indienststellung: 33 Offiziere, 586 Mannschaften
– Verdrängung offiz./typen./stand./max.10.000 ts/ 12.340 ts/ 14.890 t/16.320 ts
– Länge – Breite – Höhe:187,9- 21,65 m – 9,95 m
– Tiefgang Norm./max.: 5.60 m/7,34 m
– Geschwindigkeit: 28,5 kn
– Antriebsleistung: 54.000 PS
– Fahrbereich bei 20 kn: 8.900 sm

Die Kaperfahrt der Admiral Graf Spee

Die Fahrt der Admiral Graf Spee begann noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, denn das Schiff verließ Deutschland am 21. August 1939, um sich im Südatlanik in Warteposition zu begeben. Offiziell begann die Kaperfahrt am 26. September; an diesem Tag erhielt Kapitän Langsdorff den Befehl, alliierte Handelsschiffe anzugreifen. Sie endete mit der Selbstversenkung vor Montevideo, Uruguay am 17. Dezember 1939.
In der Zeit vom 30. September bis zum 7. Dezember konnte das Schiff im Atlantik und im Indischen Ozean insgesamt neun britische Handelsschiffe mit zusammen 50.089 Bruttoregistertonnen versenken. Todesopfer gab es dabei keine. Bevor Langsdorff die aufgebrachten Schiffe versenkte, ließ er gemäß Prisenordnung den Besatzungen ausreichend Zeit, ihre Schiffe zu verlassen. Die Schiffbrüchigen sollten als Kriegsgefangene nach Deutschland gebracht werden. Dazu wurden 303 britische Seeleute an das Trossschiff Altmark übergeben, während die Offiziere auf der Admiral Graf Spee verblieben.

Seeschlacht vor dem Río de la Plata

Vor dem Rückmarsch in die Heimat wollte Langsdorff noch einmal an der Ostküste Südamerikas patrouillieren. Er vermutete, dass man dort noch mehr britische Schiffe versenken könne. Nach der letzten Ölergänzung beim Trossschiff Altmark nahm das Panzerschiff Kurs dorthin. Am 13. Dezember 1939 traf die Admiral Graf Spee vor der Mündung des Río de la Plata auf einen gegnerischen Schiffsverband, bestehend aus dem britischen Schweren Kreuzer HMS Exeter, Flaggschiff des Kommodore Sir Henry Harwood, sowie den britischen Leichten Kreuzern HMS Ajax und HMS Achilles. Langsdorff wich dem Gefecht nicht aus, obwohl ein Entkommen durchaus im Bereich des Möglichen lag, da die mit Dampfturbinen ausgerüsteten alliierten Kriegsschiffe wesentlich langsamer Gefechtsgeschwindigkeit entwickeln konnten. Im Laufe der Seeschlacht wurde die Exeter schwer beschädigt (schwere Artillerie, 61 Tote und 23 Verwundete) und außer Gefecht gesetzt. Die beiden Leichten Kreuzer, aber auch die Admiral Graf Spee, erhielten Beschädigungen. Das deutsche Panzerschiff hatte 36 Tote sowie 60 Verwundete zu beklagen. Langsdorff brach das Gefecht ab und lief am Río de la Plata in Montevideo ein. Dieses Seegefecht ging in die alliierte Seekriegsgeschichte auch als „Battle of Honor“ ein.

In Montevideo

Der britische Botschafter in Montevideo handelte mit der Regierung von Uruguay aus, dass das deutsche Panzerschiff den Hafen innerhalb von 72 Stunden wieder zu verlassen habe. Eine Zeitspanne, die zu kurz war, um die dringenden Reparaturen auszuführen, aber lang genug, die britische Verstärkung herankommen zu lassen. Zugleich telegraphierte der deutsche Gesandte aus Montevideo Otto Langmann am 16. Dezember 1939, 9:00 Uhr an das Auswärtige Amt in Berlin u. a. folgende originale Passage:

„Überlegene schwere Streitkräfte, die von Bord einwandfrei festgestellt, lassen Kommandanten Abschütteln Fühlunghalter und damit erfolgreichen Durchbruch nach Heimat ausgeschlossen erscheinen. 14-tägige Frist würde hieran nichts ändern, Zusammenziehen Feindstreitkräfte nur erleichtern. In Übereinstimmung mit Marineattaché halte ich Internierung Schiff in jedem Falle für schlechteste Lösung. Sprengung selbst in flachen La Plata-Gewässern mit folgender Internierung Besatzung vorzuziehen. Begründung Munitionserschöpfung. […] Für gegenwärtige deutschfreundliche Haltung nicht nur Präsident, sondern auch Außenminister vorliegen übereinstimmende Berichte mehrerer Vertrauensleute. Präsident äußerte private Hoffnung baldiges Erscheinen deutscher U-Boote zwecks Sprengung (britischer) Blockierung La Plata.“

Das internationale Seerecht sah vor, dass kein Kriegsschiff einen Hafen verlassen dürfte, wenn in den letzten 24 Stunden zuvor ein Handelsschiff der gegnerischen Seite diesen verlassen hatte. Deshalb sorgte der britische Botschafter dafür, dass jeden Tag ein britisches Handelsschiff den Hafen verließ und verzögerte so das Auslaufen der Admiral Graf Spee. Die britische Verstärkung, die bereits auf dem Weg war, benötigte noch Zeit. Inzwischen blockierten die Ajax und die Achilles die La-Plata-Mündung gemeinsam mit der HMS Cumberland, die sich, von den Falklandinseln kommend, Harwoods Verband anschloss, um die zur Reparatur entlassene Exeter zu ersetzen.

Eine andere Version: Die Admiral Graf Spee erlitt schwere Treffer in der Maschine sowie an der Dieselölreinigungsanlage, wodurch eine ordnungsgemäße Ölversorgung nicht mehr gewährleistet war und nur noch etwa für einen Tag gereinigter Diesel zur Verfügung stand. Auch an anderen Stellen erlitt der Schiffskörper Beschädigungen, die einer dringenden Reparatur bedurften. Das sog. „Westentaschen-Schlachtschiff“ hatte einen Nachteil: Um den Anforderungen des Vertrags von Versailles beim Bau des Schiffes Anfang der 30er-Jahre zu entsprechen, war die Panzerung relativ schwach, damit das so eingesparte Gewicht für den Einbau schwererer Geschütze genutzt werden konnte. In Uruguay hatte Langsdorff nichts zu befürchten, da er mit der Admiral Graf Spee wegen der Neutralität Uruguays zwei Wochen hätte ankern können. Aber auf den Druck Großbritanniens hin musste die Admiral Graf Spee bereits nach 72 Stunden wieder auslaufen. Die nötigen Instandsetzungsarbeiten an den Maschinen waren in dieser Zeit nicht zu schaffen. Für die Briten wäre ein zweiwöchiges Warten auf das Auslaufen der Admiral Graf Spee zu gefährlich (auch durch U-Boote) gewesen, da auch die Kriegsmarine Unterstützung befohlen hätte.

Selbstversenkung des Schiffes

Am 17. Dezember 1939 um 18:15 Uhr verließ die Admiral Graf Spee den Hafen von Montevideo. Tausende waren zusammengekommen, um das Auslaufen zu beobachten. Nach drei Seemeilen ließ Kapitän Langsdorff ankern und Sprengsätze im ganzen Schiff scharf machen. Die restliche Besatzung von 40 Mann – der größte Teil hatte schon in Montevideo heimlich das Schiff verlassen – ging von Bord. Um 19:52 Uhr detonierten die Sprengladungen, das Schiff brannte drei Tage lang, bevor es sank. Die Besatzung der Admiral Graf Spee begab sich nunmehr nach Buenos Aires. Dort erschoss sich Kapitän zur See Hans Langsdorff am 19. Dezember. Drei Tage später wurde er auf dem deutschen Friedhof von Buenos Aires unter großer Beteiligung der Bevölkerung beigesetzt. Die Kommandanten und Offiziere der versenkten und gekaperten Schiffe nahmen an der Beisetzung teil und legten einen Kranz nieder. Später ließen sich viele Besatzungsmitglieder der Admiral Graf Spee in der Kleinstadt Villa General Belgrano, in der Nähe der argentinischen Stadt Córdoba, nieder, die bis heute in Architektur und Traditionen deutsche Spuren zeigt.

Telegramm des deutschen Gesandten

Am 22. Dezember 1939 wurde das folgende Telegramm des deutsche Gesandten aus Monevideo Otto Langmann an das Auswärtige Amt in Berlin abgesetzt:

„Bitte dringend auf DNB (Deutsche Nachrichtenbüro) einzuwirken, unwahre Meldungen über übles Verhalten englischer Seeleute an Gräbern der Graf Spee-Männer zu stoppen und zu dementieren. Die Unwahrheit ist hier offenbar und schädigt lediglich Glaubwürdigkeit aller DNB-Meldungen, ohne zu nützen. Die Ritterlichkeit der aufgebrachten englischen Seeleute ist in der (süd-)amerikanischen Presse über United Press unter Würdigung des guten Verhaltens der Spee-Besatzung ihnen gegenüber hinreichend verbreitet, sodaß die Toten-Meldung des DNB von vornherein als unglaubwürdig gegen uns ausgenutzt wird, wie es bereits in einigen Blättern geschehen ist. Die Einstellung der südamerikanischen Öffentlichkeit den Toten der Spee gegenüber ist so anerkennend und mitfühlend, daß solche Falschmeldungen für Deutschland endgültig vernichtend und die Öffentlichkeit hier rettungslos in die Arme der Feindpropaganda treibt.“

Ein Orginalvideo der Beisetzung von Kapitän Hans Wilhelm Langsdorff

January 5, 1940. Kapitän zur See Hans Wilhelm Langsdorff was a German naval officer, most famous for his command of the Panzerschiff Admiral Graf Spee during the Battle of the River Plate. After the Admiral Graf Spee was scuttled, Langsdorff was taken to the Naval Hotel in Buenos Aires, where he wrote letters to his family and superiors. He wrote on the 19 December 1939: „I can now only prove by my death that the fighting services of the Third Reich are ready to die for the honour of the flag. I alone bear the responsibility for scuttling the pocket-battleship Admiral Graf Spee. I am happy to pay with my life for any possible reflection on the honour of the flag. I shall face my fate with firm faith in the cause and the future of the nation and of my Fuehrer.“ He lay on Admiral Graf Spee’s battle ensign and shot himself, forestalling any allegations that he had avoided further action through cowardice. Another motivation was Langsdorff’s desire to go down with the Graf Spee. He was talked out of such an action by his officers, who convinced him that his leadership was still needed in seeking amnesty for his crew. Once the fate of the Graf Spee’s crew was decided, Langsdorff killed himself over her ensign as a symbolic act of going down with his ship.Hans Langsdorff was buried in the German section of the La Chacarita Cemetery in Buenos Aires, Argentina and was honoured by both sides in the battle for his honourable conduct.

Hans Langsdorff – Admiral Graf Spee – das Grab heute
Exklusiv: Deutsche Camgirls bis zu 60 Minuten gratis testen »

13 thoughts on “Panzerschiff „Admiral Graf Spee“”

  1. @1: Halt’s Maul und geh auf die Autobahn Lichter fangen.
    Das hier ist eine wirklich gute Doku. Eine der Besten die je auf Zensiert gepostet wurden.
    Remember the fallen

  2. das waren noch richtige schlachtschiffe :*)

    nicht diese eckigen raketenkreuzer wie heute -_-
    siehst dein zeil aufn monitor anstatt durchs fernglas..
    knöpfe drücken und dann knallts. laaaangweilig 😀

  3. Ja für solche Posts mag ich den Feivel.

    Als gedienter Heizer bin ich für maritimen Nazischeiß gerne zu haben.^^
    Nein, ernsthaft – Kapitän Langsdorff eine Seite gepfiffen!

    (Auch wenn Ihr Kinder nicht mal wißt, was das ist)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Hinweis zu den Kommentaren: Die Kommentare spiegeln nicht die Meinung des Betreibers wieder, sondern stammen von Drittpersonen. Sollte ein Kommentar gegen geltendes Recht verstoßen behalten wir uns das Recht vor diesen zu löschen.